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©Birgit Heydn
Handwerk, ein Fass ohne Boden!
Kennen Sie Handwerker? Sicherlich kennen Sie Handwerker, denn wer kennt sie
nicht? Ich kenne einen Handwerker besonders gut; es ist mein Gatte. Es gibt
Handwerker, die können ausschließlich fliesen, andere können ausschließlich
schreinern, andere können etwas anderes besonder gut. Mein Gatte macht da
die Ausnahme: Er kann alles! Immer wieder bin ich erstaunt über seine
Fertigkeiten. Wo Not am Mann ist, mein Gatte ist bereit. Leute rufen an, die
wir überhaupt nicht kennen, woher sie die Nummer haben, bleibt ein ewiges
Geheimnis. Man habe gehört, dass er dies und das könnte. Dann beginnt
normalerweise eine großangelegte Aktion, wie sie jeder Handwerker vollzieht:
Erst muß der Ablauf der handwerklichen Tätigkeit genauestens abgesprochen
werden. Beginn, Umfang und Dauer. Meist wird ein für mich äußerst gewagter
Fertigungstermin anberaumt - aber ich halte mich da völlig raus, ich weiß ja
nicht, um was es geht. Das wissen nur Handwerker.
Nachdem dann eine Einkaufsliste erstellt wurde, müssen die Materialien
eingekauft werden. Gut, dass es in der Nähe verschiedene Baumärkte gibt, in
denen mein Gatte bei Geschäftsöffnung verschwinden und bei Anbruch der
Dunkelheit wieder herauskommen kann. Das Problem ist allerdings, dass diese
Baumärkte nicht völlig gleich sortiert ist, so dass man von einem Baumarkt
zum anderen fahren muß, wenn das gesuchte Teil nicht gefunden wird. So kann
sich die Suche nach den geeigneten Materialien über Tage hinziehen. Man muß
dazu sagen, dass die Baumärkte nicht kleine Tante-Emma-Läden sind, wo man an
der Theke einen freundlichen Mitarbeiter nach 6er Dübeln fragt. Es sind
kleine Stadtteile für sich. Stundenlang kann man durch die riesigen Gänge
laufen, die bis zur Decke mit den verschiedensten Dübeln bestückt sind.
Handwerker sind eine Sorte für sich:
Ich halte mich auch generell heraus, wenn es um terminliche Sachen geht.
Ich halte mich aus allem raus, nachdem ich unsere Badezimmeraktion "live"
miterleben durfte!
1. TAG
Mein Gatte schickte mich in einen dieser großen Baumärkte, weil ich damals
bei der Auswechslung unseres Wasserhahnes im Badezimmer als einzige Person
"abkömmlich" war, währenddessen mein Handwerker-Gatte mit der fest auf ein
Wasserrohr gepressten Hand wartete. Schnell, hol mal eine Dichtung -
sowieso-Durchmesser, schrie er und jagte mich hinaus zum Baumarkt. Beeil
dich! Im Baumarkt latschte ich mir die Füße wund. Ich wollte mir keinen
Abbruch tun, denn selbst wenn man einen Mitarbeiter findet, den man
eventuell fragen könnte, dann kommt es mir immer so vor, als ob sie
innerlich die Augen verdrehen. Pft, Dichtung, typisch Frau, findet noch
nicht mal eine simple Dichtung. Deshalb fragte ich erst gar nicht und
wanderte die 73 Gänge mit allerhand Kleinkram und Zeug mehrmals ab. Verwirrt
stand ich vor den haushohen Regalen und friemelte Stunden später die
gewünschte Dichtung herunter. Den Preis fand ich unverhältnismäßig hoch -
15,20 DM. Immerhin wog das Ding noch nicht mal ein Gramm und war dünn wie
ein Gummiband. Aber ich hatte es gefunden und schnell fuhr ich stolz heim.
Sollte einer mal behaupten, Frauen fänden keine Dichtung...
Zu Hause angekommen öffnete mir mein Schwager, den mein Gatte zur
Verstärkung herbeigerufen hatte. Mein Schwager hatte Kaffee aufgesetzt, um
meinen sichtlich geschwächten Gatten zu stärken. Er sass mitfühlend auf dem
Badewannenrand und beobachtete meinen Gatten, der immer noch die Hand fest
auf irgendein Rohr gepresst, aus dem erstaunlich viel Wasser trat. Männer
sind ja manchmal so umständlich, dachte ich mir im Stillen. Warum stellen
sie nicht einfach den Haupthahn ab. Mein Gatte war ungehalten, dass es so
lange gedauert hat mit der Dichtung. Ihm tat die Hand weh und der Boden
stand unter Wasser. Mein Schwager riss mir ungeduldig die verpackte Dichtung
aus den Händen und stellte fachmännisch fest, dass diese Dichtung völlig
falsch sei. Ich zuckte nur mit den Achseln und verwies auf die Bestellung
meines Gatten. Diesem lief mittlerweile der Schweiß in Strömen von der
Stirn, denn das Wasser floss und floss und ich dachte nur an unsere unter
uns wohnenden Nachbarn und ob die Haftpflichtversicherung bezahlt war.
Mein Schwager und mein Gatte unterhielten sich indes über irgendwelche
weiteren Komplikationen. Wenn das so und so ist, dann müßte man das so und
so machen. Was war nun mit der Dichtung? Sie passte nicht. Ich wollte gerade
fragen, ob man denn nicht diesen Hauptwasserhahn abstellen könnte, damit
wenigstens das Wasser aufhöre zu laufen, da hörte ich nur noch die leise
geraunten Wortfetzen "Standard-Badewanne", "Kupferrohre", "löten",
"Container bestellen". Sollte es in eine Großaktion ausarten? Sicher
erzählten sie von Bekannten, die das Badezimmer von Grund auf saniert
hatten, wo dieses Problem auch auftrat. Ich wandte mich ab und suchte auf
eigene Faust in der Wohnung diesen Hauptwasserhahn, um ihn abzusperren.
Mein Gatte rief von nebenan nach mir, er brauchte die neue Dichtung - jetzt!
Er ist immer so ungeduldig! Nachdem man sich dann für einen anderen
Dichtungsdurchmesser entschieden hatte, sollte ich nun wieder zum Baumarkt
verabschiedet werden. Ich war sauer, denn ich hatte keine Lust mehr und fand
aber gerade im Moment den Absperrhahn für das Wasser. Ich rief den beiden
zu, dass ich nun ein letztes Mal zum Baumarkt fahren würde, aber vorher
würde ich das Wasser absperren und so tat ich es. Ich drehte diesen Hahn zu.
Es herrschte Stille nebenan und als ich nachschaute, sah ich zwei betretende
Minen, die Scharmesröte (oder war es Wut) im Gesicht. Mein Gatte hielt sich
seine schmerzende Hand und starrte in das Rohr, aus dem kein Wasser mehr
trat. Siehste, sagte mein Schwager, und sonst sagte er nichts.
Sie hatten nicht daran gedacht! Triumphierend fuhr ich zum Baumarkt und
holte die neue Dichtung, die ich schneller fand als die erste. Frauen sind
doch nicht so blöd in Sachen Handwerk. Lächelnd betrat ich die nasse Wohnung
und fand zwei total demoralisierte Männer vor. Sollte ich mir meinen Triumph
selbst kaputtmachen? Ich sagte nichts mehr von wegen "typisch" oder "tolle Handwerker" - ich genoss einfach ihre Demoralisierung.
Wir sassen nun beim Kaffee und ließen Wasser Wasser sein, als mir mein Gatte
seine Idee eröffnete. Im Zuge der Erneuerung der Dichtung habe man gesehen,
dass die Rohre total brüchig seien und jeden Moment ein Wasserrohrbruch
entstehen könnte. Die müßten neu gemacht werden. Also ein bisschen die Wand
aufklopfen, Rohre raus, Rohre rein und wieder verputzen und schnell wieder
drüberfliesen. Kein Problem, gar kein Problem. Vielleicht könnte man dann
auch endlich das Waschbecken versetzten, dass so eng an der seitlichen Wand
hängt.
Ich sah uns schon wochenlang in der Badeanstalt duschen, als mein Gatte mich
beruhigte. Das dauert höchstens 2 Tage! Ok, das wäre auszuhalten, dachte ich
bei mir, aber das wäre das erste Mal, dass seine Zeitrechnung aufgehen
würde. Ich sah in seine blauen Augen und in die meines Schwager und ich
vertraute ihnen. Schließlich würden sie zu zweit sein.
Nächstes Wochenende sollte es beginnen. Ich war ganz aufgeregt, denn ich
mußte alle Sachen und Schminkutensilien aus dem Badezimmer retten und
irgendwo hin räumen, so dass ich sie auch später wiederfand. Das ist nicht
allzu einfach in unserer kleinen Wohnung.
2. TAG
Das Wochenende nahte und die Aktion sollte beginnen. Ich konnte mir das
ganze Ausmaß nicht vorstellen. Mir wurde aber schnell klar, als mein Gatte
und mein Schwager mit einem halben Lkw aus dem Baumarkt kamen, dass es sich
nicht um eine Schönheitsreparatur handeln konnte. Kisten und Kasten, Rohre,
Werkzeuge, Gasflaschen, Schrauben, DICHTUNGEN, ich weiß es nicht, was sie
alles herbeigeschafft hatten..
Kurzerhand wurde in Windeseile Teile der Wand aufgeschlagen und die bösen
Rohre lagen frei. Diese Übeltäter wurden nun entfernt. Ich entfernte mich
ebenso, nachdem ich mehrere Bahnen Folie durch die Wohnung gezogen hatte.
Sie machten doch ganz schön Dreck. Aber das bleibt nicht aus. Es häuften
sich Eimer mit Schutt und irgendwelchem Zeug, so dass sich nur noch ein
trampelpfadgroßer Durchgang in der Diele bildete. Nachdem ich einige Zeit
kein Klopfen und Keuchen mehr aus dem Bad hören konnte, schaute ich
vorsichtig nach und sah die beiden Männer mit in die Hüften gestemmten
Hände - ratlos in alle Ecken schauend. "Probleme?", fragte ich, "Kaffee?",
bot ich an... Nein, es ergaben sich völlig neue Aspekte.
Nachdem nun die Wand aufgeschlagen war und sämtliche Rohre entfernt waren,
konnten sie nicht fachgerecht gezogende Stromleitungen gleich mit entfernen.
Das Waschbecken war zu Bruch gegangen und lag in einer Ecke, die Toilette
war aus Platzgründen abgeschraubt und stand in der anderen Ecke. Die
Badewanne war mit Schutt voll bis oben hin. Ja, denken die denn nicht an die
Kratzer, brummelte ich. Meine Bedenken waren alle zweitrangig, denn nun
ergab sich eine völlig neue "Wohnidee". Wie wäre es denn, wenn man einfach
das Waschbecken auf die andere Seite und die Toilette ganz woanders und dann
natürlich die Wanne auch wieder ganz woanders gegenüber installieren würde.
Dann würde man von Grund auf alles neu haben und man würde extrem viel Rohr
sparen. Gleichsam könnte man dann auch die Decke abhängen und schöne Lampen
einlassen. Dann könnte man auch gleich einen Spülkasten einbauen, denn wir
haben nur diesen Druckspüler. Natürlich war ich aus umweltschutzrechtlichen
Gründen gleich dafür.
Eigentlich war ich von der ganze Idee angetan und überlegte kurz. Das Bad an
sich war immer der unschöne Teil unserer Wohnung. Warum nun nicht von Grund
auf alles umstellen - zumal man extrem an Rohr sparen würde... Ich sah in
die strahlenden Augen der beiden Männer, sie waren heiß aufs renovieren -
und ich konnte nicht anders - ich sagte zu!
Die Aktion wurde allerdings vertagt und nur schnell die Toilette
provisorisch auf ihr Loch gerückt. Man müßte eh noch ein paar Kleinigkeiten
kaufen, vorher könnten sie gar nicht beginnen. Ein wenig abenteuerlich war
es ja schon. Mittels wassergefülltem Eimer konnte man seine Geschäfte
wegschwemmen - wie früher. Waschen war nur in der Küche möglich. "Back to
the Roots", dachte ich mir, sehnte mich aber schon nach meinem schönen
Schminkspiegel, in dem ich alles gleich fand.
3. TAG
Mein Mann machte sich dann gleich am Morgen auf, um im nächsten Baumarkt zu
verschwinden, als eine Fliesenfirma anrief. "Hör´n Se mal", sagte jemand,
"die Fliesen, die sie wollen, haben aber 6 Wochen Lieferzeit." Ich wußte von
keinen Fliesen, mir schwante aber etwas. "Nein, nicht mehr nötig", sagte ich
dem guten Mann, "wir haben Fliesen, wir benötigen keine!" und legte auf.
Die Rede war doch nur von ein paar Fliesen, die zu Bruch gingen und
schließlich haben wir ja noch welche von den alten übrig, in weiser
Hinsicht, falls mal welche kaputt gingen.
Das sagte ich auch meinem Gatten, der später total verschwitzt den halben
Baumarkt in die Wohnung schleppte. "Was brauchten wir denn für Fliesen von
der Firma", fragte ich ihn entsetzt, "wir haben doch welche". Mein Gatte
senkte den Blick und fing an, mit den Füßen auf der Folie herum zu scharren.
Wir brauchten noch ein paar mehr, meinte er. Ich solle mir doch einfach mal
angucken, welche Wände alle aufgeklopft werden müssen und so viele Fliesen
hätten wir gar nicht mehr als Rest übrig. Aha, dachte ich, also komplett neu
fliesen - das hätte er ja gleich sagen können. Allerdings waren sechs Wochen
Lieferzeit überhaupt nicht akzeptabel.
Er beschwichtigte mich mit der Idee, dass ich ja schon einmal in den
Baumarkt fahren könnte um Fliesen auszusuchen. Schließlich könnte ich ja eh
nicht helfen und es würde laut werden. Klar, warum nicht entspannt den Tag
im Baumarkt verbringen... Mein Schwager erschien auch ein wenig später mit
sehr abenteuerlich aussehendem Werkzeug und ich hielt es für besser, nun
anständige Fliesen auszusuchen. Im Baumarkt war es schön, denn die Toiletten
dort funktionierten einwandfrei und die Auswahl an Fliesen war auch
riesengroß. Ich fand gleich welche, die mir gefielen, wandte mich dann aber
einer anderen Sparte zu, als ich den Preis sah.
Doch fand ich später wunderschöne - auch preislich moderate - Fliesen, die
auch abholbereit lagen - ohne Lieferzeit. Ich notierte mir ihren Namen und
die Größe und wollte gleich nach Hause fahren, um meinem Gatten davon zu
berichten. Doch irgendwie zog mich nichts nach Hause. Dort war es laut und
staubig, und die sanitäre Einrichtung war momentan eher auf Männer
abgestimmt. So zog ich es vor, diverse Leute zu besuchen, hier und dort
einen Kaffee zu trinken, so dass ich erst abends wieder zu Hause war.
Sicherlich wären die Männer nun auch bald fertig.
Ich wollte die Eingangstür öffnen - aber sie rührte sich keinen Zentimenter.
Aus der Wohnung hörte ich grauenhaftes Quietschen und Hämmern, so dass die
Männer auch nicht mein Klingeln hören konnten. So wartete ich einen
ruhigeren Intervall ab und klingelte beherzt. Sofort hörte ich lautes
Fluchen und Ächzen, aber ich meinte, man hätte mich gehört. Rascheln und
Rumpeln folgte und die Tür wurde wahrhaftig geöffnet. Fast hatte ich ihn
nicht erkannt. Mein Gatte stand vor mir, komplett kalkweiß voll Staub, nur
die Augen war ein wenig farbig. Was hatten sie getan? Ich konnte auch kaum
sehen, so verstaubt war die Wohnung. Überall war feiner Staub, so dass ich
husten mußte. Ich strauchelte durch das Gerümpel in der Diele und bahnte mir
den Weg zum Badezimmer. Dort stand mein Schwager - die lebende Abrißbirne.
Er schwang auch gleich wieder den Hammer, um Diskussionen vorzubeugen und
drosch auf die Wand ein.
Es war NICHTS mehr im Badezimmer, kein Waschbecken, keine Toilette, keine
Badewanne. Die Fliesen waren allesamt abgeschlagen und der Boden war
aufgerissen. Man sah nur nacktes Mauerwerk.
"Toll, was", brüllte mein Gatte stolz, während mein Schwager stoisch
drauflos hämmerte.
Passenderweise bekam ich einen Hustenanfall und rettete mich auf den Balkon,
an die frische Luft. Ja, es war wirklich TOLL! Ich stand vor unserer
gusseisernen Badewanne, die randvoll mit Schutt war, daneben noch ein
Schutthaufen, der fast so hoch wie die Balkonbrüstung war, die Toilette sah
ich gar nicht mehr, ebensowenig wie das Waschbecken. Hoffentlich bricht der
Balkon nicht ab, dachte ich noch bei mir. Überall in der Wohnung lag
zentimeterdicker Staub. Kinderkram, die Türen zu schließen... Ich war
entsetzt. Dass es dermaßen ausartet, hätte ich mir nicht erträumen lassen.
Mein Gatte sah meine Befürchtungen und versprach, dass das alles halb so
wild sei. Das sieht immer alles so schlimm aus und nachher sei ja alles viel
schöner!
Erschöpft sank ich auf den nächsten Werkzeughaufen und fragte vorsichtig:
"Wie lange???"
Naja, wenn keine Probleme mit den Fliesen auftreten würden, die Rohre alle
verlegt und dicht seien, dann wäre es eine Sache von maximal 5 Tagen.
Schließlich waren sie ja zu zweit und andere würden bei Bedarf sicherlich
auch helfen können.
Ich hatte mich dann nachher doch beruhigt, nachdem ich einen herrenlosen
Eimer fand, den ich mir schnell für später - Sie wissen schon - sicherte.
Mein Gatte war auch gar nicht so lotterhaft, denn er hatte daran gedacht,
über unser Bett eine Folie zu spannen. So konnte man in verhältnismäßig
staubfreien Kissen schlafen. Trotz dieser ganzen Aktion war ich doch
überrascht, in welch kurzer Zeit man eine Wohnung komplett in "Schutt und Asche" legen kann. Die gesamte Wohnung war ja nun in Mitleidenschaft
gezogen. Das Wohnzimmer war noch einigermaßen bewohnbar geblieben, weil sich
dort nur wenig Werkzeug stapelte. Ich dankte meinem Schwager trotzdem von
Herzen, dass er überhaupt mithalft, denn schließlich hatte er Urlaub und den
stellt sich normalerweise ja jeder anders vor.
4. TAG
Heute wurde weiter gearbeitet, Heizung umgehängt, Rohre wurden verlegt und
gelötet.
Es stellte sich heraus, dass unsere Wand dünner war, als die neu zu
verlegenden Abflussrohre, so dass ein Sockel gebaut werden mußte.
Unglaubliche Komplikationen taten sich auf. Nachdem die Dicke der Mauer
getestet wurde, konnte ich direkt aus dem Badezimmer in unser Schlafzimmer
schauen. Die Idee mit dem Sockel, der gleichzeitig als Waschtisch dienen
sollte, war demnach nicht schlecht. Danach hatten die Männer keine Lust
mehr. Es würde ja auch nichts bringen, wenn man lustlos arbeitet, dann
arbeitet man nicht gewissenhaft und schludert nachher noch. Weitere Aktionen
wurden auf den nächsten Tag verschoben. Da mußte mein Gatte allerdings
alleine arbeiten, denn der Urlaub meines Schwagers war vorbei. Er mußte
wieder arbeiten. Mein Gatte hatte noch frei und so konnte er es in Ruhe
angehen lassen.
5. TAG
Mein Gatte verputzte die aufgeschlagene Mauer den ganzen Tag, bis es Abend
wurde. Das hieß, das man am anderen Tag nichts tun konnte. Denn es muß alles
trocken sein, bevor es weitergehen kann. Ich fragte vorsichtig, wie lange es
denn noch gehen würde und mein Gatte zeigte sich zuversichtlich, dass wir in
kürzester Zeit alles fertiggestellt hätten.
6. TAG
Die Wände müssen trocken. In der Zeit konnte man noch Kleinigkeiten aus dem
Baumarkt beschaffen. Ich fand auch schon ein paar Accessoires für das schöne
neue Bad, denn ich wollte alles farblich aufeinander abstimmen. Bald würde
ich alles einräumen können.
Bis zum Abend waren die Wände noch nicht trocken.
Wir gingen schwimmen.
7. TAG
Die Wände waren immer noch nicht trocken. Dass das Wetter uns im Stich ließ,
war klar, denn es regnete aus dicken Wolken und es war feucht-kalt. Dies war
wohl auch der Grund, dass es an diesem Tag auch nichts mit trockenen Wänden
war. Zwei Flecken kamen mir allerdings etwas seltsam vor. Sie wurden nun gar
nicht kleiner, im Gegenteil, sie wurden größer. Mein Gatte erklärte es mir.
Natürlich würde eine feuchte Wand von innen nach außen trocknen, so
erscheine der nasse Fleck an sich erst einmal größer. Was ihn zu dieser
Aussage veranlasste, weiß ich bis heute nicht. Vielleicht kam auch in ihm
Panik hoch. Denn mittlerweile war es der 7. Tag.
Abends konnte man schon erkennen, dass die Wand trocknen wollte. Nur an zwei
Stellen war nach wie vor nichts zu sehen vom Trockenvorgang. Es gab einen
großen nassen Fleck und einen etwas kleineren. Ich warf meine Bedenken ein,
dass vielleicht die Rohre, die dort hinter lagen, nicht ganz dicht gelötet
wurden, zumindest an der einen Stelle wäre der nasse Fleck nun immens
gewachsen. Dies gab selbst meinem Gatte zu denken und er rief meinen
Schwager an. Der habe allerdings am morgigen Tag GAR keine Zeit, erst
übermorgen.
Kurzerhand kratzte mein Gatte den nassen Putz an der einen Stelle wieder von
der Wand und fand ein tropfendes Rohr vor. Es war nicht dicht. Das passiert
schnell, sprach mein Gatte. Ich glaube das zweifelsohne. Der zweite Fleck
wurde dagegen beruhigenderweise immer heller und heller. Also trocknete er
und FALLS nun doch eine kleine Undichtigkeit an den Rohren wären, würden
Kalkablagerungen diese kleine undichte Stelle später wieder von selbst
abdichten.
8. TAG
Heute konnte man nichts machen, denn das Rohr war ja noch nicht dicht und
morgen erst würde mein Schwager kommen mit der Lötlampe oder dem
Schweißgerät oder was auch immer.
Aber nichts desto trotz wollten wir diesen Tag nicht untätig vergehen
lassen. Die Fliesen mußten wir schließlich auch noch abholen. Es stellte
sich heraus, dass es sich um zig Kartons handelte, die alle mörderisch
schwer waren. Wir wohnen in der 4. Etage - Altbau - ohne Aufzug!
Schnell fand sich auch ein guter Freund, der zu allem bereit war. Wir
köderten ihn mit Bier, dass es nach erfolgter Arbeit geben sollte. Das
sollten wir uns auch verdient haben nach all der schweren Arbeit. Wir fanden
es auch sehr nett von ihm, dass er helfen wollte, zumal er einen Bürojob hat
und Schleppen überhaupt nicht gewohnt ist. Es ging also frisch ans Werk und
ich schleppte einen Karton Fliesen hoch, erachtete es als zu schwer für mich
und macht mich lieber dran, ein paar Schnittchen im Staub zuzubereiten. Das
Bier war schon kaltgestellt. Es waren an die 30 Kartons - das hieß für jeden
ca. 15 mal rauf und runter. Nach dem dritten Karton brach unser Kumpel über
einem Schutthaufen in der Diele zusammen. Er war erschöpft und wollte erst
einmal ein Bier. Mein Gatte tat es ihm gleich und so stärkten sie sich für
die weiteren Kartons.
Es klingelte kurz darauf und ein anderer Schwager bot seine Hilfe an. Wir
freuten uns sehr, denn er wollte irgendetwas am Strom machen. Wie gut, wenn
man Freunde hat! Er habe allerdings nicht viel Zeit und wollte gleich
loslegen. Wir ließen ihn dann in Ruhe in seiner Ecke werkeln, währenddessen
die Aktion Fliesenschleppen weiterging. Zwischendurch schwitzten die armen
Jungs derart, dass sie ihren Wasserhaushalt mit Bier auffüllen mußten.
Nachdem das Bier ausgegangen war, ging ich noch einmal los, um neues
heranzuschaffen. Mein anderer Schwager fummelte immer noch am Strom herum
und ließ sich nicht stören.
Nun stand endlich neues Bier bereit und die Jungs schleppten sich die Seele
aus dem Hals. Mittlerweile dauerte es aber immer länger, bis sie mit dem
Karton oben ankamen, denn sie waren schon auf der ersten Etage total
erschöpft und das Bier tat sein übriges. Schwankend und gröhlend schleppten
sie aber die restlichen Kartons nach und nach hoch.
Endlich waren alle Kartons oben. Wir stapelten sie nun doch im Wohnzimmer,
wo noch der einzig freie Platz war. Wir stellten die Stereoanlage an und
taten so, als ob alles fertig sei.
Mein anderer Schwager werkelte immer noch stumm am Strom herum. Bier wollte
er auch nicht haben. So stießen wir auf die erfolgreiche
Fliesenschlepp-Aktion an. Mittlerweile wurde es Abend und mein armer
Schwager stand immer noch am Strom. Aber er hatte gute Hoffnung, dass alles
bestens verlaufen würde. Wir wußten nicht, wo seine Problematik lag und
hatten auch keinen Stromausfall. Wir rauchten ihm dafür seine Zigaretten
weg, weil keiner mehr Lust hatte, die vier Etagen zu laufen, um neue zu
holen und hatten so einen netten Abend. Mein Schwager verabschiedete sich
dann später, was wir nur am Rande zur Kenntnis nahmen, weil man ihn kaum
durch den mittlerweile lauten Musikpegel hören konnte. Später schämten wir
uns zutiefst dafür. Er hat uns wirklich sehr geholfen mit dem Strom, von dem
keiner Ahnung hat.
Wir feierten unsere Aktion weiter und unser armer Kumpel war so erschöpft,
dass er hinfiel. Kurz darauf verabschiedete er sich auch und wir verkrochen
uns unter unsere Plastikplane und schliefen augenblicklich ein.
9. TAG
Mein Schwager kam und lötete das undichte Rohr nach.
Nachdem es dicht war, konnte mein Gatte erneut die Stelle verputzten, und
wieder warten, bis es trocknen würden. Er war sehr erschöpft aufgrund
unserer gestrigen Aktion, trotzdem fing er schon an einer anderen trockenen
Stelle an zu fliesen. Es ging voran! Ich freute mich! Endlich sah ich einen
Silberstreifen an Horizont! Allerdings konnten nur die Stellen gefliest
werden, die frei waren, denn eine Badewanne hatten wir immer noch nicht.
10. TAG
Heute wurde auch wieder gefliest, allerdings mit der Unterbrechung, dass ein
Arbeitsgerät seinen Dienst verweigerte. So konnte dann nicht mehr
weitergearbeitet werden. Vorsichtig verwies ich wieder auf die 5 Tage, von
denen mein Gatte sprach. Er meinte barsch, dass ich ja selbst sehen würde,
was so passiert hier und dass wir bald fertig wären. Wir kochten uns etwas
Wasser, um uns zu waschen und fühlten uns wie unsere Urgroßeltern. Es war
wie damals - nur, dass es heute Strom gab.
11. TAG
Mein Gatte hat keine Lust mehr. Ich glaube es ihm von Herzen, denn langsam
möchte ich auch das Bad fertig sehen. Er jedoch hat zu allem Übel
furchtbaren Muskelkater und alles tut ihm weh Er ist auch sonst ganz
unleidig - so, als wenn er krank werden würde.
12. TAG
Mein Gatte ist krank! Ich fand ihn morgens mit glasigen Augen vor und
Fieber. Ich hüllte ihn in Plastikfolien und flößte ihm Medizin ein. Doch
nicht jetzt! Die Wohnung erkannte ich nicht wieder und ich hatte auch schon
aufgegeben, aufzuräumen - geschweige denn Staub zu wischen. Ich konnte nicht
viel tun, außer Eimerspülen, Werkzeug hin- und herräumen, Müll
zusammentragen und meine Kosmetika suchen. Also machte ich das, was mir die
ganze Zeit fehlte: Einen Wellness-Pflegetag.
Mein Wellness-Pflegetag besteht normalerweise aus 3 Stunden baden mit einem
schönen Buch, Kurpackung auf Haar und Gesicht und dann eincremen und einfach
nur faulenzen. Das bot sich heute an, jedoch fehlte noch die Badewanne. Also
reduzierte ich das Programm aufs faulenzen.
13. TAG
Mein Gatte kränkelt immer noch. Ich konnte ihn aber dazu bewegen, in den
Baumarkt zu fahren, um meine Wellness-Badewanne auszusuchen. Außerdem
benötigten wir ein neues Waschbecken und eine neue Toilette. Wir fuhren von
einem Baumarkt in den anderen und verglichen die horrenden Preise. Entmutigt
fuhren wir heim und beschlossen, den nächsten Tag abzuwarten. Ich fühlte
mich ziemlich gemein, ihn so zu hetzen, obwohl er krank war, aber sonst
würde sich ja alles noch mehr verzögern - aber davon fing ich heute nicht
an.
14. TAG
Von allen Seiten werden wir gefragt, wie denn unser neues Badezimmer
aussehe. Wir gaben dann mißmutig und kleinlaut zur Kenntnis, dass es noch
etwas dauern würde. Das ginge nicht mal eben in 5 Tagen... Wir waren es
wirklich leid. Wir konnten den Staub nicht mehr sehen, den Dreck, die ganzen
Schutt- und Werkzeughaufen und hatten überhaupt keine Lust mehr, irgendwo
noch Hand anzulegen. Mein Eltern hatten Mitleid. Sie sponsorten uns eine
Badewanne und schon hatten wir neuen Antrieb. Die Badewanne stand nun im
Wohnzimmer und wir wollten es nun wissen. Wie sieht sie aus im neuen
Badezimmer? Wir hatten neuen Ansporn.
Mein Gatte war mittlerweile auch nicht mehr fiebrig und so konnten wir mit
neuen Mut weiterarbeiten.
Mittlerweile hatte das neue Badezimmer ein beträchtliches Loch in unser
Budget gefressen, was aber eigentlich falsch ausgedrückt ist: Wir hatten
keine blanke Mark mehr. Doch benötigten wir langsam eine Toilette und ein
Waschebecken - abgesehen von anderen weiteren Kleinigkeiten wie
Fliesenkleber etc.
Schnell verarbeitete mein Gatte noch alle Reste, die er fand, so dass das
Badezimmer schon halb gefliest war. Es sah gut aus bis jetzt.
15. TAG
Da es uns an Geld mangelte, konnten wir uns schon einmal um den Bauschutt
kümmern. Es fanden sich liebe Freunde, die gleich bereitwillig ihre Hilfe
anboten. Es wurde natürlich volle Verköstigung angeboten - das muß ja sein.
Sie hatten sich allerdings nicht vorher über das Ausmaß der ganzen
Müllaktion informiert. Ich hatte wirklich Angst um unseren Balkon. Tonnen
von Schutt lagen auf ihm. Wir berieten, ob wir die gusseiserne Wanne in 1000
Stücke zerlegen oder in einem Stück die vier Etagen schleppen sollten. Sie
wurde in einem Stück getragen, wobei sich mein Gatte auch ordentlich
verletzte. Wir hatten vorher einen Lkw geliehen, auf dem wir den ganzen
Bauschutt transportieren und später zur Entsorgung fahren konnten. In
unzähligen Eimern schleppten wir Steine, Schutt und Müll herunter und es
wollte kein Ende nehmen.
Endlich nahm es ein Ende und ich bin heute noch dankbar für diese Hilfe!
16. TAG
Damit unser Konto bis aufs Äußerste strapaziert wurde, kauften wir die
fehlenden Gegenstände. Wir hatten nun endlich alles zusammen. Mein Schwager
kam erneut, um zu helfen.
Die Decke wurde abgehängt und es ergab sich ein Problem mit diesen
Billiglampen. Aber auch das konnte unter Fluchen und
"bist du nicht willig - so brauche ich Gewalt"
behoben werden. Ich traute mich gar nicht mehr zu
fragen, wann es denn endlich soweit wäre, dass ich alles einräumen könnte.
Ich kam mir auch langsam ziemlich egoistisch vor. Die Jungs brasseln und
arbeiten unter Aufbringung sämtlicher Kräfte und ich nerve, wann denn alles
fertig sei.
17. TAG
Sämtliche sanitären Anlagen wurden angebracht, selbst die Dichtungen
passten. Ich konnte es nicht fassen und hatte Tränen in den Augen. Am
nächsten Tag sollte alles fertig gefliest werden. Verschiedene Stellen waren
ja bereits gefliest, andere wiederum nicht. Es grenzte an ein Puzzle.
18. TAG
Endlich war alles fertig gefliest, es sah TOLL aus! Das Waschbecken ruhte in
dem selbstgemauerten Sockelwaschtisch, die Toilette thronte ebenfalls auf
einem Sockel, weil es anders aus technischen Gründen nicht ging und die
Badewanne stand auf ihrem Platz. Es sah fast aus wie ein Badezimmer. Als wir
das Wasser aufdrehten, freuten wir uns wie Kinder. Es funktionierte alles!
Natürlich war noch nicht alles fertig, denn es mußte noch dies und das
angebohrt werden, die Heizung aufgehängt werden, verfugt und versiegelt
werden.
19.TAG
Gott sei Dank gab es heute neues Geld. Ich verfiel in einen Kaufrausch und
kaufte sämtliche Accessoires, die wir noch nicht hatten. Wohl aus dem Grund,
weil ich es nicht einsah, noch eine Mark für Fliesenkleber auszugeben, den
man eh nicht sieht. Ich kaufte einen neuen Spiegelschrank, Klobrille,
Zahnputzbecher, Handtücher, dies und das und das und dies.
Bald würde ich wieder meinen Kram - wie mein Gatte abfällig meine Cremes und
Tiegelchen nennt - sortieren und ich konnte es gar nicht abwarten, bis ich
alles einräumen konnte.
Allerdings mußte noch verfugt werden.
Das war mir in dem Moment egal, ich wollte endlich meinen "Kram" an seinem
Platz haben, wo er hingehört und endlich ein normales Badezimmer haben. Mein
Gatte solle endlich verfugen oder eben nicht - aber auf jeden Fall diesen
Spiegelschrank aufhängen.
Es war wohl zu viel Streß in der letzten Zeit, aber über dieses Thema
bekamen wir uns derart in die Haare, dass überhaupt nichts geschah in Sachen
verfugen oder aufhängen.
20. TAG
Schmollen - es geschah gar nichts
21. TAG
Es war nun die dritte Woche seit Beginn unserer Badezimmer-Aktion! Dafür,
dass sie nur 5 Tage dauern sollte, hat sich die ganze Aktion "ziemlich"
hingezogen. Aber ich verstehe ja nichts davon, dass können nur die
Handwerker begreifen und ich will ja nicht so sein. Ein wenig schmollte ich
noch wegen des gestrigen Tages - ebenso wie mein Gatte, bis ich ihn dann mit
Engelszungen dazu bewegen konnte, einen Teil des Badezimmers zu verfugen, so
dass ich meinen "Kram" in den nachher aufzuhängenden Spiegelschrank ordnen
konnte.
Man muß Prioriäten setzen. So wollte ich gleich die Badewanne ausprobieren,
um endlich mein Wellness-Programm zu starten. Aber VORSICHT, immer auf die
Mitte der Fliesen treten, am Boden ist noch nicht verfugt. Und nicht das
Wasser überschwappen lassen!
Mir war es gleich, Hauptsache ich konnte in Ruhe baden. Es war herrlich. Und
am nächsten Tag würde der Rest verfugt werden.
22. TAG
Nachdem ich ein wenig für Ordnung in der gesamten Wohnung gesorgt hatte,
hielt ich meinen Mann dazu an, doch bitte den Rest des Badezimmers zu
verfugen.
Damit man nicht immer nur auf der Mitte der Fliesen herumspringen möge.
Er habe allerdings einen schon weit vorher anberaumten Termin, bei dem er
dringend erscheinen müsse und erst spät Abends wieder zurück sei. Nichts mit
verfugen. Wenn ich es doch selbst könnte... aber ausprobieren wollte ich es
auch nicht. Statt dessen lackierte ich die Tür und die Heizung.
23. TAG
Mein Gatte verfugte den Rest des Badezimmers - AUSSER um den Waschtisch
herum. Warum? Das bleibt ein Geheimnis, ich glaube, ihm ist das Material
ausgegangen. Es fehlen vielleicht noch 10 Fugen und die um die Tür herum.
Ich hätte ja selbst weitergemacht, aber ich finde keine Verfugungscreme -
oder wie auch immer es heißen mag. Also: Morgen neues Material kaufen.
24. TAG
Heute haben wir zu nichts Lust und ich räume einfach sämtliche von mir
gekauften Accessoires in das noch nicht ganz fertige Bad. Es sieht traumhaft
aus. Abgesehen von den fehlenden Verfugungen und Versiegelungen. Aber das
sind wirklich nur noch Feinheiten. Wir freuten uns so sehr, weil es so schön
geworden ist, dass wir uns mit einem Abendessen bei unseren Lieblingsspanier
belohnten.
25. TAG
Wir sind zufrieden mit dem Bad.
Mein Gatte versiegelte Teile des Badezimmers, weil später das Material
ausging.
Also: Noch ein wenig Versiegelung kaufen und ein wenig Verfugungscreme -
oder wie auch immer man es nennt. DAS sind nun wirklich Feinheiten.
26. TAG
Wir sind immer noch zufrieden!
Es ist herrlich in dem Bad!!
Es wurden die restlichen Teile versiegelt, jedoch noch nicht verfugt, aber
wie gesagt: Feinheiten
Immer wieder sprechen wir davon, den Rest auch noch fertig zu machen.
2 JAHRE SPÄTER
Die fehlende Versiegelung nervt mich tierisch!
Ich gebe mich selbst dran und versiegele. Das Bad ist FERTIG - und könnte
fast schon wieder renoviert werden!
©Birgit Heydn [www.fledder.purespace.de]
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"Urlaubsreif? Wahre Urlaubskatastrophen"
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Mallorca, Lieblingsinsel der Deutschen und
Das knallrote Gummiboot sind weitere Geschichten von Birgit
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wenn Neues auf die Seite kommt.- verlost.
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