|
|
|
Es gibt ein Recht auf Faulheit!
|
|
Nietzsche, der "letzte Grieche", hat heute noch Recht:
"Alle Menschen
zerfallen, wie zu allen Zeiten so auch jetzt noch, in Sklaven
und Freie; denn wer von seinem Tag nicht zwei Drittel für
sich hat, ist ein Sklave, er sei übrigens was er wolle:
Staatsmann, Kaufmann, Beamter"
|
Nun ist Nietzsche schon ziemlich lang tot! Ob
das mit dem zwei Drittel des Tages noch zutrifft kann man diskutieren.
Beim Stand der heutigen Technik müßte es möglich
sein, mit drei bis vier Stunden Arbeit auszukommen! Den Rest des
Tages kann man mit Faulheit verbringen!
Die Faulheit ist die Mutter aller Dinge!
Nur in der Ruhe liegt die Kraft! Nur Faulheit macht erfinderisch:
Weil der Mensch zu faul zum Laufen und Lasten schleppen war
erfand er das Rad!
Wie jede gute Erfindung wurde auch diese schamlos mißbraucht!
Anstatt die Arbeit zu verringern - und dem Menschen mehr Zeit
zum Träumen zu geben - wurde schneller und mehr geschuftet.
Das ging so weiter bis heute: Hektik, Streß, ständige
Erreichbarkeit, "Just in Time", "Fit forFun"
und ähnlicher Wahnsinn begleiten einem auf diesem Irrsinnsweg!
Das muß sich ändern! Ich fordere alle Leser
dieser Seite auf:
Wehrt Euch, Seid faul!
Entschleunigt die Zeit!
Mein Freund Fehlerfreund brachte mich auf die Idee, einen Verein
zur Förderung der Faulheit zu gründen.
Wie Ihr Euch vorstellen könnt, wurde dieser Verein nicht gegründet,
da alle Interessenten, die sich bei mir zu einem gemütlichen Beisammensein einfanden,
entschieden zu faul waren, die Bestimmungen, die es zur Vereinsgründung gibt,
auch nur durchzulesen!
Außerdem habe ich ein
Forum eingerichtet in dem über alle Aspekte diskutiert
werden kann.
Wenn Interesse an einem Chat
besteht können wir Mittwochs um halb acht live diskutieren.
Bitte mailt mir, wenn
ihr Lust habt. Ich bin zu faul, um stundenlang am PC auf Chat-Teilnehmer
zu warten!
Thomas Kurali hat mir einen Artikel zugeschickt den ihr hier lesen könnt!
Wir sind nicht allein!
Folgende Links und Literturtips habe ich gefunden:
- TIME IS HONEY! Uwe
Kliemt, freischaffender Pianist und ZEIT-forscher, stellt Ihnen
hier einige Aspekte zum Thema ZEIT vor, er entschleunigt die Musik!
- Verein zur Förderung
des Müßiggangs mit Zitaten promineter Dichter
und Denker zur Arbeitsmoral (z.B.:Eine seltsame Sucht beherrscht
die Arbeiterklasse aller Länder, in denen die kapitalistische
Zivilisation herrscht, eine Sucht, die das in der modernen Gesellschaft
herrschende Einzel- und Massenelend zur Folge hat. Es ist dies
die Liebe zur Arbeit, die rasende, bis zur Erschöpfung der
Individuen und ihrer Nachkommenschaft gehende Arbeitssucht. Statt
gegen diese geistige Verirrung anzukämpfen, haben die Priester,
die Ökonomen und die Moralisten die Arbeit heiliggesprochen.
aus "Recht auf Faulheit" Paul Larfargue 1842 - 1911)
- Sie sind "weder eine Partei, noch eine Sekte, noch irgendeine
fest organisierte Gruppe". Die
glücklichen Arbeitslosen sind "Menschen, die arbeitslos
und glücklich sind oder die gern arbeitslos und glücklich
sein möchten". Da ihre Bewegung erst neu entstanden ist,
müssen sie "noch ab und zu arbeiten und sind noch ab und
zu unglücklich". Doch ihr Ziel, "das Leben in der glücklichen
Arbeitslosigkeit zu verbringen", verfolgen sie "mit der gebührenden
Langsamkeit und mit ruhigem Fanatismus".
Die Glücklichen Arbeitslosen schätzen ihre Mitgliederzahl
auf " ein paar Millionen in Europa". Da viele ihr "Coming out“
noch nicht erlebt haben und sich nicht trauen, laut und öffentlich
zu sagen, was sie in ihrem tiefsten Innern empfinden, haben sich
glückliche Arbeitslose nun entschieden, die Öffentlichkeit
zu erobern"
Aus dem Manifest der glücklichen Arbeitslosen
- Gute Argumente für die Faulheit findest Du hier
- Das Buch "Die Kunst
weniger zu arbeiten" geht den gesellschaftlichen, psychologischen
und historischen Hintergründen der kollektiven Wahnvorstellung
nach, dass wir uns unser Leben erarbeiten müssen. Das Buch
spricht unsere Sehnsüchte an und ermuntert dazu, ihnen noch
vor der Rente einen Platz in unserem Leben zu geben. Es macht
Mut zu dem Abenteuer, den eigenen Lebenstrott in Frage zu stellen
und die bunte Welt jenseits der Bürotür neu zu entdecken.
- Hier gibt es ein Manifest
gegen die Arbeit
- Hier schreibt Wiglaf Droste ein
Lob der Faulheit
- Mein Lieblingslink!
- Die Zeitlupe ist
ein Prozess, der die Teilnehmer mit ihrer eigenen inneren Getriebenheit
konfrontiert - und ihnen hilft, sich von ihr zu lösen. Sie
lernen ihren inneren Streß so gut kennen, daß Sie
in der Zukunft keine Probleme mehr mit ihm haben. Während
der Zeitlupe sprechen und bewegen sich die Teilnehmer drei Tage
lang (72 Stunden) in absoluter Zeitlupe, also extrem langsam.
Da sie keine Arbeit und keine Termine haben (abgesehen von zwei
Treffen am Tag), sollte das eigentlich kein Problem sein. Unsere
Erfahrung hat gezeigt: der erste Tag ist der schwerste, am zweiten
kommt man auf den Geschmack, - und am dritten wollen sie nicht
mehr aufhören!
- "Mein
langsames Leben" von Angela Schanelec
- Hier könnt Ihr das Buch
Die
Kreativität der Langsamkeit. Neuer Wohlstand durch Entschleunigung.
von Fritz Reheis bestellen:
Wir müssen uns mehr Zeit lassen! Denn: Zu gravierend sind
die zerstörerischen Folgen des permanenten Beschleunigungszwangs
für Mensch, Gesellschaft und Umwelt. Und zu offensichtlich
sind die Ursachen, als daß ihnen nicht mit einem bewußteren
Umgang mit der Zeit zu begegnen wäre. Entdecken wir das Gegenbild
einer entschleunigten und selbstbestimmten Gesellschaft, die die
Eigenzeiten und Rhythmen von Mensch, Kultur und Natur zum Maßstab
erhebt, die Arbeitshetze, Fremdbestimmung und Konsumzwang durchbricht
und sich vom immer schnelleren Produzieren um des Produzierens
willen löst.
Zum Ausklang noch ein Gedicht:
Du weißt nicht mehr wie Blumen duften,
kennst nur die Arbeit und das Schuften-
...so geh´n sie hin die schönsten Jahre,
am Ende liegst Du auf der Bahre
und hinter Dir da grinst der Tod:
Kaputtgerackert - Vollidiot!
Ringelnatz
 |
|